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Der schöne Schein

Der schöne Schein
Text zum Monat Mai 2015 unseres Kalenders „Der schöne Schein“


Der schöne Schein


Geldscheine sind wie Eintrittskarten in fremde Welten. Sie erzählen von der Geschichte anderer Kulturen, von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, von technischen Errungenschaften und von Menschen, die ihre Heimat auf eine besondere Art und Weise geprägt haben.

Die Banknoten gelten als die Visitenkarten eines Landes –präsentieren sie doch ihren Staat, ihre Nation nach außen hin von zwei schönen Seiten. Nicht ohne Grund entstehen bei der Gestaltung der Geldscheine oftmals wahre Kunstwerke, in denen sich landestypische Charakteristika und Einzigartigkeiten widerspiegeln.

So werden sie im kleinen und im großen Stil gesammelt – die Banknoten dieser Erde. Sie werden als nettes Souvenir aus dem letzten Urlaub mitgebracht und zur Erinnerung aufbewahrt. Sie hauchen den Alben leidenschaftlicher Hobby-Notaphilisten Leben ein, bei denen sich in ihrer Freizeit alles um die Papiergeldkunde und um die Jagd nach begehrten Raritäten dreht. Und sie füllen sogar ganze Museen. Die größte Banknotensammlung mit über 300.000 Scheinen befindet sich in München und ist im Besitz der HVB Stiftung Geldsammlung, die regelmäßig thematische Sonderausstellung realisiert. Aber auch in internationalen Museen wie der Smithsonian Institution in Washington und dem British Museum in London wird den schönen Scheinen in ganzen Themenräumen Anerkennung gezollt.

Aber was macht einen Geldschein – abgesehen von Geiz und Sparsamkeit – zum begehrenswerten Sammlerobjekt? Sicherlich zum einen sein Alter und der Erhaltungszustand. Ebenso die Auflage, mit der eine Note in den Geldkreislauf eingebracht wurde. Herkunftsland und dessen geschichtliche Entwicklung fallen natürlich ebenfalls ins Gewicht.

Manchmal werden die Scheinchen einfach auch nur gesammelt, weil sie so schön bunt sind. Denn schon auf den ersten Blick löst allein die Farbe eines Geldscheins positive Assoziationen und angenehme Gedanken aus. Paradebeispiel sind da die Urlaubsexemplare, die auch zu Hause laut nach Sonne, Strand und Urlaub schreien. Oder jene Gelddrucke, die in Regenbogenfarben schillern und eher wie Spielgeld anmuten als an ein reguläres Zahlungsmittel erinnern.

Manchmal steht die Farbe eines Geldscheins sogar für dessen Namen Pate. Der westdeutsche Tausender mit seinen erdigen Tönen hieß zu DM-Zeiten im Volksmund „Brauner Riese“. Sein kleiner Bruder – der blaue Hundert-DM-Schein mit einem Bildnis des Humanisten und Kosmographen Sebastian Münster – dagegen war in der damaligen DDR heiß begehrte Westwährung und lief dort umgangssprachlich unter „Blaue Fliese“ oder „Blaue Kachel“.

Der vermutlich stärkste Antrieb zum Sammeln von Geldscheinen, sind die Motive. In den allermeisten Fällen sind es die Köpfe berühmter Persönlichkeiten einer Nation. Man begegnet auf ihnen den royalen Mitgliedern diverser Königshäuser ebenso wie ehemaligen und amtierenden Regierungsoberhäuptern – Tyrannen, Diktatoren und sonstige Despoten eingeschlossen. In völliger Selbstverständlichkeit rühmt man sich auf den Scheinchen mit der geistigen Elite eines Landes – ob Dichter, Denker, Künstler, Wissenschaftler, Erfinder oder Entdecker, sie alle sind irgendwie dabei. Selbst fiktiven Helden wird die eine oder andere Banknote gewidmet. Auf der Rückseite des schwedischen 20-Kronen-Scheins ist beispielsweise die Romanfigur Nils Holgersson mit seinen Wildgänsen zu finden, während das Konterfei seiner geistigen Mutter, die Schriftstellerin Selma Lagerlöff, auf der Vorderseite zu sehen ist. Für beide steht 2015 Wachablösung an. Dann zieren Astrid Lindgren und ihr literarisches Pendant Pippilotta Vikutalia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf den skandinavischen Zwanziger.

Ebenfalls willkommen in der Galerie der Banknoten sind außerdem Motive aus der heimischen Fauna und Flora. Was die Tierwelt angeht, so ist die ganze Palette vorhanden – vom zarten Falter bis zum gefräßigen Krokodil, von der schimmernden Muschel in Perlmutt bis zu vom Aussterben bedrohten Dickhäuter. Bei der Abbildung von Tiermotiven auf Geldscheinen sind die Staaten des afrikanischen Kontinents ganz vorne mit dabei – an vorderster Front der ostafrikanische Staat Tansania mit Elefanten, Nashörnern und Löwen.
Zum Schluss seien nach dem Motto „Die schönsten Scheine sind dann doch nur die, mit denen man sich alles kaufen kann“ dann noch zwei Banknotenexemplare erwähnt, die jedermann gerne ohne Wenn und Aber sein eigen nennen würde:
Unbestrittene Nummer Eins unter den Geldscheinen, die es sich zu besitzen lohnt ist ein 25 Hongkong-Dollar, der 1858 von der Chartered Mercantile Bank emittiert und 2007 vom britischen Auktionshaus Spink für 100.145,- US-$ versteigert wurde. Mit weitem Abstand, aber immer noch lohnenswert folgt eine österreichische 500-Gulden-Note aus dem 19. Jahrhundert, die für stattliche 30.000,- € vor einigen Jahren den Eigentümer wechselte.

Zum Schein


Bei der Färöischen Krone handelt es ich um eine lokale Version der dänischen Krone, die im Wert 1:1 an diese gekoppelt ist. In der Praxis werden die färöischen Banknoten mit dänischen Münzen kombiniert. Die färöischen und dänischen Geldscheine sind in ihren jeweiligen Ausgabeländern gegenseitig kostenlos eintauschbar und werden überall akzeptiert.

Die Faröer sind eine autonome Inselgruppe im Nordatlantik (18 Inseln), die zur dänischen Krone gehört. Allerdings sind die Inseln, anders als Dänemark, nicht Teil der EU.

Die eigene Währung bekamen die Faröer 1940 als die Inseln von Dänemark abgeschnitten und durch Großbritannien besetzt wurden. Ab 1949 wurde das Recht auf eigenes Geld per Gesetz beschlossen.

Die ca. 48 000 Inselbewohner mit doppelt so vielen Schafen sprechen Färingisch, das mit isländischer und norwegischer Sprache verwandt ist und bilden mit den Grönländern eine gleichberechtigte Nation innerhalb des Königreichs Dänemark. Die Stille, Einsamkeit, eine großartige Landschaft mit gigantischen Felsen und Klippen sowie raues Klima, viele Niederschläge und ein Sommer der selten über 13 Grad warm ist, bestimmen den Alltag der Faröer. Die Widrigkeiten der Natur nehmen die offenbar Färöer gelassen: sie gehören laut Umfragen zu den glücklichsten Nationen der Welt. Dazu passt, dass die Färöer weltweit die wenigsten Gefängnisinsassen pro Kopf haben, wie eine internationale Untersuchung 2007 ergab. Auf 100.000 Einwohner kommen hier nur 15 Gefangene (umgerechnet auf 48.000 Einwohner ergibt das etwa 7). Ob sich darunter auch Geldfälscher befinden, ist leider nicht bekannt.


Foto: 123FirstLine, Thinkstock


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