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Aus unserem Kalender 2010 Grobe Menschen drucken feines Zeug - Geschichten aus der Feindruckerei
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Rund ums Geld

Rund ums Geld
Text zum Monat April 2015 unseres Kalenders „Der schöne Schein“


Rund ums Geld


Im offiziellen Sprachgebrauch sind Banknoten Urkunden, für die als gesetzliches Zahlungsmittel eines Landes zumindest im jeweils gültigen Währungsraum eine Annahmepflicht besteht. Herausgegeben werden die Banknoten von einer hierzu ermächtigten Institution wie einer nationalen Noten- oder Zentralbank.

Von den 193 Staaten, die Mitglieder der Vereinten Nationen sind, sowie den 13 Ländern, bei denen die Staatseigenschaft aktuell umstritten ist, verfügen 161 über eine eigene, individuelle Währung. Die restlichen Länder sind in Währungs- und Wirtschaftsunionen zusammengeschlossen – als da wären 18 der insgesamt 28 Staaten der Europäischen Union, die Ostkaribische Währungsunion und die Zentralafrikanische sowie die Westafrikanische Wirtschaftsunion.

Zu den bekanntesten Währungen zählen der US-Dollar, der Euro und der Yen. Diese fungieren aufgrund ihrer hohen Bedeutung innerhalb des internationalen Währungssystems als Leit- oder Ankerwährungen. Hintergrund ist, dass die Wechselkurse anderer Währungen in einer relativ stabilen Beziehung zu einer Leitwährung stehen, wodurch diese als Recheneinheit zur Bestimmung von Währungswerten herangezogen werden.

Was alle Währungen gemein haben, weil es sie voneinander unterscheidet, ist die ISO 4217, eine von der Internationalen Organisation für Normung veröffentlichte Norm für Währungsabkürzungen. Die ISO 4217 identifiziert dabei Währungen im internationalen Zahlungsverkehr eindeutig und gibt diese sowohl in alphabetischer als auch numerischer Codierung vor. Der alphabetische Code setzt sich in der Regel aus den zwei Buchstaben der Länderkennung und dem Anfangsbuchstaben der Währung zusammen. So steht COP für den kolumbianischen Peso oder ERN für die in Eritrea gültige Währung Nakfa. Die Währungen von Währungs- oder Wirtschaftsunionen werden mit einem X als erstem Buchstaben gekennzeichnet – Ausnahme hier ist der Euro, der ganz einfach EUR heißt.

Bei der numerischen Verschlüsselung verwendet man drei arabische Ziffern, die exakt einem Staatsgebiet zugeordnet werden. Verändert sich das Territorium eines Landes durch Zusammenschluss oder Abspaltungen, erhält dieses einen neuen Code. Währungsunionen werden dabei in einem Nummernkreis ab 900 angezeigt, der Euro ist als EUR 978 gekennzeichnet.

Normiert durch die Codes der ISO 4217 auf der einen Seite, geben sich die Währungen mit einem speziellen Symbol auf der anderen Seite doch auch ganz individuell. Für nahezu alle bislang existierenden Währungen – ob noch im Umlauf oder nicht – sind ganz eigene Schriftzeichen entwickelt worden.

Zu den prominentesten Währungssymbolen zählen vermutlich € = Euro, $ = Dollar und £ = Pfund. Geläufig sind auch noch ¥ = japanischer Yen oder 元 = chinesischer Renminbi. Danach wird es mit ₦ für den nigerianischen Naira, ₫ für den vietnamesischen Đồng oder ₪ für den neuen israelischen Schekel weitaus exotischer.

Das Design des Euro-Währungssymbols basiert auf einem großen C, das mit den zwei parallel verlaufenden, waagerechten Strichen zum E wird. Somit symbolisiert das Zeichen sowohl den Euro als auch seine Teileinheit Cent. Der Doppelstrich soll dabei analog zu anderen Währungen für Stabilität und Sicherheit stehen.

Für die nächste Gemeinsamkeit müssen wir zunächst etwas weiter ausholen und einen gängigen Irrtum aufklären: Papiergeld besteht in der Regel nicht aus Papier. Vielmehr ist der Hauptbestandteil der meisten Banknoten – auch der Euroscheine – reine Baumwolle. Verwendet werden ausschließlich die sehr kurzen Samenhaare der Baumwollpflanze, die bei der eigentlichen Baumwollherstellung als Nebenprodukt anfallen. Nach einer geheimen Rezeptur erfolgt eine Mischung der Fasern mit verschiedenen Klebstoffen, aus der dann die Blanko-Papierbögen für den Druck hervorgehen. Zu den Sicherheitskriterien der Mixtur gehört unter anderem, dass sie völlig frei von Stärke ist. Die kann nämlich mit speziellen Prüfstiften auf Banknoten nachgewiesen werden und ist ein Indiz für Falschgeld.

In einigen anderen Ländern verzichtet man auf die Naturfasern der Baumwolle und setzt stattdessen auf Plastik, genauer gesagt auf den Kunststoff Polymer. Im Einsatz ist das „Plastikgeld“ unter anderem in Australien, Kanada, Rumänien sowie weiteren 29 Staaten.
Die Produktion dieser Geldscheine ist zwar fast doppelt so teuer, dafür weisen sie aber eine bis zu fünffach längere Haltbarkeit auf, weil sie im täglichen Gebrauch weniger stark abnutzen und strapazierfähiger sind. Außerdem haben die Polymerbanknoten eine größere Fälschungssicherheit gegenüber den herkömmlichen Baumwollscheinen. Ein weiterer angeblicher Vorteil der Kunststoffnoten entpuppt sich jedoch als Finte. Rein theoretisch ist deren glatte Oberfläche nämlich abwaschbar, was zur Annahme verführt, diese Scheine wären besonders hygienisch. Sind sie aber nicht.

Doch unabhängig von Material und Herkunft, eins haben die Geldscheine definitiv gemeinsam: Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes schmutzig. Durchschnittlich ca. 26.000 Bakterien tummeln sich auf einer Banknote. Und Banknoten aus Polymeren sind für Mikroorganismen scheinbar ein idealer Nährboden, wie eine Studie aus dem Jahr 2013 ergab. In der schnitten die rumänischen Leu-Scheine besonders schlecht ab, dicht gefolgt von den Noten aus Kanada. Der Euro bewegt sich mit durchschnittlichen 11.000 Bakterien im Mittelfeld und liegt mit diesem Ergebnis zwar vor dem Schweizer Franken, aber hinter der indischen Rupie. Eine 2014 veröffentliche Studie der New Yorker Universität ergab, dass sich rund 3.000 unterschiedliche Bakterientypen auf unseren Banknoten befinden, die meisten davon verursachen Akne.

Angst vor den Banknoten muss man dennoch nicht bekommen. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit einer ansteckenden Krankheit durch den Kontakt mit Geldscheinen zu infizieren, ist kaum vorhanden, weil die Geldscheine generell über keinen guten Nährboden für Bakterien verfügen. D. h., diese haften zwar an den Scheinen, können sich aber nicht vermehren. Anders ausgedrückt: Die Geldscheine sind mit ähnlichen Keimen besiedelt wie jede Türklinke an der öffentlichen Toilette, jede Haltestange in der Bahn oder jeder Einkaufswagen – also wie unsere normale Umgebung.

Wesentlich erstaunlicher als der Bazillenbefall sind die Spuren von Kokain, die quer durch die gesamte Währungspalette und durch alle Staaten auf den Banknoten zu finden sind. Deutschland macht da auch keine Ausnahme. Mit der durchschnittlich auf den Scheinen gefundenen Menge nehmen wir im internationalen Ranking immerhin Platz 14 ein. Sind damit aber nicht europäischer Spitzenreiter. Diese unrühmliche Führungsposition kommt Spanien mit durchschnittlich 900 Mikrogramm Kokain pro Schein zu – ein Wert, der 30-mal höher ist als der auf den in Deutschland umlaufenden Banknoten. Spanien gilt als Einfallstor für den Drogenschmuggel nach Europa, wodurch sich die hohe Rauschgiftkonzentration auf den spanischen Euroscheinen erklären lässt.

Einsamer und unangefochtener Champion in Sachen kokainverseuchter Geldscheine sind die Vereinigten Staaten. Hier wurden bis zu 1.240 Mikrogramm der Droge auf den Dollarnoten gefunden, das entspricht in etwa dem Gewicht von 50 Sandkörnern. Spuren des Rauschgifts finden sich übrigens auf neun von zehn US-amerikanischen Banknoten.

Zum Schein


Der Neuseeland-Dollar (New Zealand Dollar) gilt neben Neuseeland auch in der neuseeländischen Kolonie Tokelau, auf den Pitcairninseln und der Koralleninsel Niue, die durch einen Assoziierungsvertrag mit Neuseeland verbunden ist, als Währung.

Das Nationalsymbol von Neuseeland ist der flugunfähige, nachtaktive drollige Kiwi-Vogel. Von ihm leitet sich die Eigenbezeichnung der Neuseeländer ab: „Kiwis“. So werden die seit 1999 aus Polymer bestehenden Banknoten umgangssprachlich Kiwi-Dollar genannt.

Es gibt 5-, 10-, 20-, 50- und 100- farbenfrohe New-Zealand-Dollar-Scheine. Die Vorderseiten präsentieren wichtige Personen und Helden Neuseelands, wie z. B. den Mount-Everest-Bezwinger Edmund Hillary oder den Physiker und Nobelpreisträger Ernest Rutherford – auf den Rückseiten sind Motive der Flora und Fauna des Landes zu sehen.

Auf dem 10-Dollar-Schein befindet sich Kate Sheppard, eine Aktivistin, die sich für die Rechte der Frauen und deren Wahlrecht engagierte und dafür sorgte, dass 1893 Neuseeland als erstes Land der Welt das Stimmrecht für Frauen einführte. Die weißen Blüten (Kamelien) waren Symbol ihrer Frauenrechtskampagne und finden sich ebenfalls auf dem Schein. Die Rückseite wiederum ist von einer Saumschnabelente geschmückt. Das auch als Blauente oder lautmalerisch nach dem Ruf des männlichen Tiers „Whio“ bezeichnete Federvieh lebt nur entlang der Flüsse Neuseelands und zählt zu den seltensten Entenarten der Welt.


Foto: George Mayer, Thinkstock


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